Schritt für Schritt

Ein Gebet begründet auf der Gebetsinitiative vom Kloster Fahr.

Flyer

Das neue Pfabü zum Thema "«Pünt» in Haiti - Mandalla-Gärten" ist erschienen

19.11.2015

Editorial

Alles fing vor zehn Jahren mit einem Steuerbeamten an. Dieser riet Paula Iten, nach ihrer teilweisen Rückkehr aus Haiti, Spendengelder für ihre Projekte in dem bitterarmen Karibikland in eine Stiftung überzuführen, damit sie steuerfrei bleiben. So ist 2005 «Hand in Hand: Stiftung für eine nachhaltige Entwicklung» gegründet worden. Mit Paula Iten als Präsidentin und mir als Vizepräsidenten sowie mit einigen vom «Haiti-Virus» infizierten Vorstandmitgliedern tagen wir zweimal jährlich, schauen auf die Projektarbeit der vergangenen Zeit zurück und nehmen neue Aufgaben ins Visier. 2015 feiert also diese Stiftung, die ja auch von der Pfarrei St. Peter und Paul regelmässig gewichtig unterstützt wird, ihr 10-Jahre-Jubiläum.

Natürlich hat das Werk eigentlich schon viel früher begonnen. Vor 45 Jahren, also 1970, liess sich Paula Iten in unserer Pfarrkirche als Laienmissionarin nach Haiti aussenden. Dieser Sendung ist sie bis heute treu geblieben. Dabei geht es in erster Linie um konkret verwirklichte Solidarität mit den Menschen in Haiti. Damit eine positive Entwicklung möglich wird, braucht es Ermutigung durch initiative Persönlichkeiten und oft einen Anstoss sowohl materieller wie ideeller Art. Dies leistet Paula Iten in all den vielen Jahren auf ganz unterschiedliche Weise: Zuerst als Lehrerin, dann als Mitarbeiterin des sozial aktiven haitianischen Priesters Jean-Marie Vincent, dessen vielfältige Engagements sie nach seiner Ermordung 1994 selbständig weiterführte und nun im Rahmen der Stiftung Hand in Hand, mit der sie teils aus der Schweiz, teils in Haiti direkt Projekte weiter begleitet.

Dabei hat Paula Iten echte Fortschritte, aber auch unzählige Rückschläge erlebt. Politische Wirren und ganz besonders Naturkatastrophen haben viele Bemühungen zunichte gemacht. Das bedeutet: immer wieder bei Null anzufangen. Darum braucht ein solches Unternehmen mehr als Geld, Stiftungsstruktur, Projektmanagement und saubere Abrechnungen. Dieses Handeln beruht im Tiefsten auf Glauben, dass das Gute auch ohne äusseren Erfolg Sinn macht, auf Hoffnung, dass sich letztlich das Heilvolle durchsetzt und auf Liebe, die christlich gerade die benachteiligten Menschen als in ihrer Würde gleichwertige Menschen selbst in unmenschlichen Bedingungen achtet.

Mit unserer Adventsaktion tragen auch wir dazu bei!
Hugo Gehring

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