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Neues Pfabü zum Thema «Umbruch Zeiten»

29.09.2022

Editorial

Als am 24. Februar der russische Präsident Wladimir Putin die Ukraine unter brutaler Missachtung des Völkerrechts in Schutt und Asche zu legen begann, sprach in Berlin der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz von einer «Zeitenwende». Er meinte damit: Nichts wird mehr so sein, wie es vorher war – vorbei die 77 Jahre währende Friedensepoche in Europa.

Am 1. Oktober tritt Hugo Gehring nach 22 Jahren als Pfarrer von St. Peter und Paul seinen längst verdienten Ruhestand an. Gleichzeitig verlässt die Pfarrhaushälterin Myrtha Gründler definitiv ihre bisherige Wirkungsstätte, und Pater Sunny Thomas ist auf dem Absprung in «seine» Pfarrei St. Josef, Töss. Marianne Pleines hat dafür ihr Pensum aufgestockt. Fürwahr, eine Ära ist zu Ende. Dennoch, eine «Zeitenwende» ist es nicht, eine «Umbruchzeit» hingegen schon.

Das Wörterbuch definiert «Umbruchzeit» als Zeit des «Wandels mit weitreichenden Folgen». Konkret heisst dies, auf uns angewandt: Auftrag und Aufgabe der Pfarrei bleiben unverändert: Zeugnis (Verkündigung), Liturgie und Diakonie. Was sich ändert, sind die AkteurInnen, die mit ihren je eigenen Charismen ihre Funktion innerhalb des Organismus Pfarrei wahrnehmen.

Umbrüche gehören zum Leben. Denn Leben bedeutet, dass wir uns immer wieder von Vertrautem verabschieden müssen, aber dass sich uns im Gegenzug gleichzeitig neue Möglichkeiten eröffnen. Loslassen und Aufbrechen zu Neuem gehen Hand in Hand. Würden wir im Lauf des Lebens uns nicht immer wieder den veränderten Situationen in und um uns anpassen, würden wir mit der Zeit verkrusten, lebensuntüchtig werden. Fortschritt und Entwicklung gibt es nur im Kreislauf von Werden und Vergehen.

 

Was für jeden Einzelnen gilt, gilt ebenso für die Pfarrei. «Umbrüche» sind Einschnitte mit einem Vorher und Nachher. Aber jeder Neuanfang basiert auf dem, was vorher war. Vielleicht wird ein neuer Pfarrer da und dort andere Akzente setzen oder neue Formen in Katechese und Liturgie probieren. Letztlich hat sich all dies am Grundauftrag der Kirche auszurichten, die Botschaft Christi hier und heute in der Gesellschaft sichtbar zu machen. Die gegenwärtige «Umbruchzeit», von der das vorliegende Pfabü einzelne Facetten aufzeigt, ist, positiv, als Chance zu verstehen, dem Pfarreileben neue Impulse zu verleihen. 

Für die Redaktion
Otto Dudle

 

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