Neues Pfabü zum Thema «Unsere Kirchen - Kunstwerke»

30.09.2021

Editorial

Im Hinblick auf die Touristensaison in diesen Sommermonaten hat man da und dort in Europa überlegt, für die Besichtigung von Kirchen ein Eintrittsgeld zu verlangen. Denn Kirchen sind nicht nur Gotteshäuser, sondern auch Kunstwerke, die Feriengäste ähnlich wie Museen anschauen gehen. Ob sie damit auch eine religiöse Ansprechbarkeit verbinden, bleibt offen. Schliesslich müssen auch Sakralbauten unterhalten werden. Sogar das Zürcher Fraumünster verlangt für den Zugang zu den weltberühmten Chagall-Fenstern einen Fünfliber pro Person und grenzt so bewusst die Zuschauermenge auf wirklich Interessierte ein.

Dieses Pfabü-Heft erscheint zum Abschluss der Sommerzeit. Vielleicht haben einige von uns Ferien-Aktivitäten hinter sich, bei  denen auch die Visite von kunsthistorisch bedeutsamen Kirchen auf dem Programm stand. Viele aber kennen gerade die Sehenswürdigkeiten, die sich in der eigenen Stadt oder im Wohnortskanton befinden, nicht. Denn diese vertraute Umgebung bereist man ja nicht, sondern lebt ständig da.

Daher haben wir im Redaktionsteam des Pfabüs entschieden, dass es sich lohnen könnte, unsere beiden Kirchen St. Peter und Paul – ein historisierender Bau aus dem 19. Jahrhundert – und St. Ulrich – ein gelungener, moderner Besinnungsort – als Kunstwerke wertzuschätzen, zu betrachten und vorzustellen. Gerade die gegensätzlichen architektonischen Entwürfe der Mutter- und Tochter-Pfarrkirche mit rund 100 Jahren Bau-Abstand erscheinen uns reizvoll.

Nicht berücksichtig haben wir die Kirchenfenster von St. Peter und Paul, weil sie in früheren Pfabü-Heften einzeln thematisiert worden sind. Auch die ums Jahr 2000 entstandene Krypta an der Tellstrasse 11a im ehemaligen Kohlekeller des Marienheims findet hier (noch) keine Würdigung. Die in jüngerer Zeit an den Rückwänden in der Kirche St. Ulrich angebrachten monochromen kleinen Bildtafeln des Winterthurer Pfarrers Albert Mantel werden ebenfalls nicht eigens besprochen – schlicht aus Platzgründen.

Auf jeden Fall: Viel Freude beim Entdecken unserer zwei Kirchen als Kunstwerke! 

Für die Redaktion

Hugo Gehring

 

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