Schweizergarde hautnah in Winterthur
Ein Hauch von Weltkirche durchwehte am vergangenen Samstagabend die katholische Kirche St. Peter und Paul in Winterthur: Sechs ehemalige Gardisten nahmen am Gottesdienst teil und zogen mit ihren Uniformen, den glänzenden Hellebarden, strammen Schritten und unbewegten Mienen die Blicke auf sich.
Die Sektion Zürich hatte an diesem Tag zu ihrer alljährlichen Generalversammlung eingeladen. Bereits am Mittag trafen sich rund 50 Personen – alles ehemalige Gardisten mit ihren Begleiterinnen – zu einem gemeinsamen Essen im katholischen Pfarreiheim. Über mehrere Generationen hinweg waren der starke Zusammenhalt und die gewachsene Kollegialität deutlich spürbar. Nach der Versammlung im Pfarrheim wurde zudem ein Rahmenprogramm angeboten: die Besichtigung der beiden Stadtkirchen, der katholischen und der reformierten, sowie ein Altstadtbummel bei schönstem Wetter.
Im Gottesdienst gestaltete Pfarrer Stefan Staubli eine Dialogpredigt und stellte einem ehemaligen Gardisten einige Fragen. Zunächst ging es um die Uniform, die von allen Gardisten mit sichtlichem Stolz getragen wird und sie an ihre besondere Zeit im Dienst des Papstes erinnert. Einen typischen Tagesablauf gebe es dabei nicht, da der Dienst in drei Schichten organisiert sei und ganz unterschiedliche Einsätze umfasse.
Im Gespräch berichtete der ehemalige Gardist auch von persönlichen Begegnungen und Erlebnissen mit Papst Franziskus. Einig war man sich darin, dass die Zeit in Rom in diesem besonderen Dienst- und Arbeitsverhältnis für alle eine prägende Erfahrung darstellt – sowohl für das Leben als auch für den persönlichen Glauben.
Nach dem Gottesdienst wurde die Gelegenheit für Fotos mit den Gardisten rege genutzt. Beim anschliessenden Apéro im Pfarreisaal klang der Abend in geselliger Runde aus.